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Das Ansehen der Hochschulen in Finnland ist gut – bei der Wirkung des Ansehens gibt es Unterschiede zwischen Universitäten und Fachhochschulen

 

Das Ansehen der Hochschulen in Finnland ist gut. Zwischen Universitäten und Fachhochschulen bestehen jedoch Unterschiede, nicht nur hinsichtlich der Struktur des Ansehens, sondern auch in Bezug darauf, wie dieses Ansehen gesteuert werden sollte. Dies geht aus Reputation&Trust von T-Media durchgeführten Reputation&Trust zu Hochschulen hervor, in der nun erstmals auch die Meinung der breiten Öffentlichkeit zu Fachhochschulen abgefragt wurde.

Reputation&Trust 2020 zu Hochschulen zeigt, dass das Ansehen der Universitäten im Durchschnitt etwas höher ist als das der Fachhochschulen. Deutlichere Unterschiede lassen sich allgemein in der Struktur des Ansehens von Universitäten und Fachhochschulen feststellen.

Es wird davon ausgegangen, dass Universitäten im Vergleich zu Berufsschulen verantwortungsbewusster mit der Umwelt und der Gesellschaft umgehen. Darüber hinaus schätzen die Befragten das Preis-Leistungs-Verhältnis der Dienstleistungen der Universitäten, wie Forschung und Lehre, als besser ein.

Fachhochschulen gelten hingegen als innovativer, entwicklungsfähiger und anpassungsfähiger in ihrer Arbeit sowie als bessere Arbeitgeber.

Universitäten und Fachhochschulen unterscheiden sich auch darin, wie sich ihr Ruf auf die Unterstützung auswirkt, die sie von ihren Interessengruppen erhalten. Bei den Universitäten korrelieren die Innovationsfähigkeit sowie die Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialverantwortung stark mit der Unterstützung durch die breite Öffentlichkeit. Bei den Fachhochschulen hingegen spielen die Einbeziehung und das Verständnis der Interessengruppen sowie eine kompetente, zielgerichtete Führung eine größere Rolle.

Den Forschungsergebnissen zufolge ist den Universitäten und Fachhochschulen gemeinsam, dass das Verhältnis zwischen dem durchgeführten Bildungsangebot und den dafür aufgewendeten Mitteln als entscheidend für ihre Handlungsfähigkeit angesehen wird.

 

Das Ansehen der Universitäten hat sich seit dem letzten Jahr verbessert

 

Das Ansehen der Universitäten in der breiten Öffentlichkeit hat sich seit dem letzten Jahr verbessert. Dies zeigt sich sowohl in einer allgemein positiveren Einstellung gegenüber dem Hochschulsystem als auch in den Reputationswerten der einzelnen Universitäten.

Der Reputationswert der Universitäten liegt in diesem Jahr bei 3,62, während er 2019 noch bei 3,50 lag. Die größte Verbesserung bei den Reputationspunkten verzeichnete eine einzelne Universität mit ganzen 0,24 Punkten.

„Es ist erfreulich zu sehen, wie deutlich sich der Ruf der Universitäten verbessert hat. Acht der neun untersuchten Universitäten haben ihren Ruf im Laufe des Jahres gesteigert. Es ist auch toll, dass die Entwicklung in allen Bereichen des Rufs gleichmäßig verlaufen ist und der Ruf der Universitäten nicht von einem einzigen Faktor abhängt“, sagt Hanna-Mari Aula, Senior Expertin bei T-Media.

„Da der Ruf die Wahrnehmung einer Organisation durch die Menschen in einem bestimmten Bezugsrahmen ist, können zwei Faktoren seine Entwicklung beeinflussen. Eine Verbesserung des Rufs zeigt natürlich, dass in der Organisation die richtigen Maßnahmen ergriffen wurden. Zudem spiegeln sich Veränderungen im Umfeld in den Interpretationen der Menschen wider. In den diesjährigen Ergebnissen könnte sich zeigen, wie sich die Coronakrise auf das Wertesystem ausgewirkt hat, durch das die Finnen die Universitäten betrachten.“

 

Die LUT-Universität genießt das beste Ansehen

 

Am stärksten konnten die Universität Helsinki, die Universität Ostfinnland und die LUT-Universität ihren Ruf im Vergleich zum Vorjahr verbessern; letztere war nun die Organisation mit dem besten Ruf unter den untersuchten Einrichtungen.

Liisa Kuvaja, Leiterin für Marken und Kommunikation an der LUT-Universität, erklärt, dass eine Organisation, um ihren Ruf zu stärken, sich Ziele setzen und Zwischenziele festlegen muss.

„Es ist schwer, hoch zu springen, wenn es keine Latte gibt. Auch die Erreichung von Zielen muss gemessen werden. Ohne Forschungsdaten wüssten wir nicht, wie unser Ruf aussieht und ob wir tatsächlich Unterstützung von unseren Stakeholdern haben“, sagt Kuvaja.

„Wir haben jetzt ein klares Verständnis davon, wo wir stehen und wohin wir gehen. Dieses Verständnis zu festigen, ist das A und O. Auch wenn wir den Aufbau unseres Rufs nicht unbegrenzt beeinflussen können, können wir durch unsere eigene Arbeit doch auf die Faktoren einwirken, die ihm zugrunde liegen. Bei dieser Arbeit ist Wissen der Schlüssel“, sagt Kuvaja.

 


Die Datenerhebung für die Studie Reputation&Trust an Hochschulen erfolgte mittels eines elektronischen Fragebogens im Zeitraum vom 26. März bis zum 16. April 2020.

Finnische Universitäten und Fachhochschulen wurden Reputation&Trust von T-Media bewertet, bei dem sich die Reputationspunktzahl einer Hochschule (auf einer Skala von 1 bis 5) aus dem Durchschnittswert von acht verschiedenen Teilbereichen zusammensetzt: Unternehmensführung, Finanzen, Management, Innovationskraft, Interaktion, Produkte & Dienstleistungen, Arbeitsplatz und Nachhaltigkeit.

Insgesamt nahmen 2917 Finnen an der Studie teil.

Die Zielgruppe der Umfrage waren Finnen im Alter von 15 bis 65 Jahren aus dem gesamten Staatsgebiet (mit Ausnahme der Ålandinseln). Die Stichprobe wurde nach Geschlecht, Alter und Wohnort gewichtet, um die Gesamtbevölkerung repräsentativ abzubilden.

 

Weitere Informationen

Hanna-Mari Aula, Leitende Expertin
+358 40 585 6466, hanna-mari.aula@reptrust-staging.fi-p.seravo.com

Petteri Puska, Wissenschaftler
+358 41 435 8521, petteri.puska@reptrust-staging.fi-p.seravo.com

 

[Auf dem Bild: Liisa Kuvaja, LUT]

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