Die Hochschulbildung weckt das Interesse der Berufsschüler
Ehrgeiz verbindet Schüler der Sekundarstufe I und II – unabhängig von Bildungsniveau und Bildungsort haben sie den starken Wunsch, ins Berufsleben einzusteigen. Die Entscheidung für die weitere Ausbildung fällt insbesondere den Gymnasiasten schwer. Die Ergebnisse gehen aus der Studie „Wenn die Schule endet – Zukunftsbericht für Jugendliche 2018“ von T-Media und dem Wirtschaftsinformationsbüro TAT hervor. „Wenn die Schule endet – Zukunftsbericht für Jugendliche 2018“.
Bis zu 48 Prozent der Jugendlichen, die eine berufsbildende Schule besuchen, beabsichtigen, sich nach Abschluss ihrer derzeitigen Ausbildung an einer Fachhochschule zu bewerben. Ein Weiterstudium wird jedoch nicht aktiv gefördert: Die Beratung zu Hause und in der Schule ist deutlich geringer als bei Gymnasiasten.
Das Interesse der Gymnasiasten an einem Studium an einer Fachhochschule ist von Jahr zu Jahr zurückgegangen. Nur noch 36 Prozent von ihnen interessieren sich für eine Fachhochschule, während 81 Prozent an einer Universität interessiert sind. Der Unterschied in der Attraktivität von Universitäten und Fachhochschulen ist nun so groß wie nie zuvor in der zehnjährigen Erhebungsgeschichte.
„Junge Menschen sind sich bewusst, dass das Gymnasium nicht der einzige Weg zu einem Hochschulstudium ist. Die Absolventen berufsbildender Abschlüsse schätzen ihre Ausbildung und sind in ihrem Studium ehrgeizig: Ein Großteil von ihnen strebt einen Hochschulabschluss an. Angesichts der Forschungsergebnisse sind Berufsschüler daher eine noch wichtigere Zielgruppe für Fachhochschulen“, kommentiert Reeta Sutinen, Forschungsleiterin bei T-Media.
GYMNASIASTEN SIND HINSICHTLICH IHRER WEITERFÜHRENDEN AUSBILDUNG VERIRRT
Die meisten Gymnasiasten treffen ihre Entscheidung über die weitere Ausbildung im dritten Schuljahr. Besorgniserregend ist, dass bis zu ein Viertel der Schüler der dritten und vierten Jahrgangsstufe bei Abschluss der Oberstufe noch überhaupt keine Entscheidung getroffen hatte. Die Beliebtheit eines Auszeitjahres war unter den Oberstufenschülern so hoch wie nie zuvor: Bis zu 30 Prozent der Befragten planten, nach dem Abitur ein Auszeitjahr einzulegen.
„Das Gymnasium ist ein Ort, an den sich die meisten bewerben, wenn sie nicht wissen oder sich nicht entscheiden können, was sie in Zukunft machen möchten. Leider bleibt ein Viertel der Schüler auch während der Gymnasialzeit ohne Antwort und weiß nicht, in welche Richtung es gehen soll. Diese Schüler bräuchten bereits während der Gymnasialzeit und auch danach besondere Unterstützung und Beratung. Andernfalls gehören sie zu denjenigen, die auf den Listen der von Ausgrenzung bedrohten Jugendlichen unter 30 Jahren zu finden sind“, erklärt Liisa Tenhunen-Ruotsalainen, Leiterin des Wirtschaftsinformationsbüros TAT.
Gymnasiasten machen sich mehr Sorgen um ihre Zukunft, ihre schulischen Leistungen und ihre Entscheidungen als Jugendliche im Sekundarbereich oder an berufsbildenden Schulen.
Die Datenerhebung für die Studie „Wenn die Schule endet – Zukunftsbericht für Jugendliche 2018“ wurde im Februar und März 2018 an finnischen Mittelschulen, Gymnasien und berufsbildenden Schulen durchgeführt. Insgesamt nahmen 11.335 Jugendliche an der Studie teil. In diesem Jahr waren erstmals auch Jugendliche, die eine Berufsausbildung absolvieren, als Zielgruppe in die Studie einbezogen. Die Studie wurde im Auftrag des Wirtschaftsinformationsbüros TAT von T-Media Oy durchgeführt.
Eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse der Studie findest du hier: kunkoululoppuu.fi/tutkimus
Sehen Sie sich das Video zu den Ergebnissen an: https://www.youtube.com/watch?v=8tigf6u-twc
Weitere Informationen:
Liisa Tenhunen-Ruotsalainen
Leiterin, Wirtschaftsinformationsbüro TAT
040 545 2198 / liisa.tenhunen-ruotsalainen@tat.fi
Reeta Sutinen
Forschungsleiterin, T-Media
040 511 9936 / reeta.sutinen@reptrust-staging.fi-p.seravo.com
