T-Media Relations-Blog: Der Traumarbeitgeber

 

Alina Matula arbeitete im Sommer 2019 bei T-Media als Projektmitarbeiterin im Bereich Unternehmensverantwortung. Im Laufe des Sommers befragte sie unter anderem junge, kurz vor dem Abschluss stehende Hochschulstudierende zu ihren Erwartungen an zukünftige Arbeitgeber. In ihrem Blog zeichnet Alina ein Bild vom Traumarbeitgeber junger Menschen.

Der Traumarbeitgeber

In den letzten Jahren wurde in der Öffentlichkeit viel darüber diskutiert, was junge Menschen in einer sich ständig wandelnden Welt vom Arbeitsleben erwarten. Es wurde unter anderem behauptet, dass die Generation Z Verantwortung scheut und dass Millennials kein Vertrauen in die Zukunft haben. Sowohl die Klimakrise als auch die sich verschlechternden Beschäftigungsaussichten lassen junge Menschen darüber nachdenken, ob sie es wagen sollen, Kinder zu bekommen.

Im vergangenen Sommer habe ich zehn Hochschulstudierende im Alter von 20 bis 30 Jahren befragt, die am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn stehen. Ziel der Interviews war es, herauszufinden, was junge Menschen von ihren zukünftigen Arbeitgebern erwarten. Die jungen Menschen wurden unter anderem gefragt, in welchen Bereichen sie gerne arbeiten würden und welche Eigenschaften sie bei einem Arbeitgeber schätzen. Die Befragten stammten aus verschiedenen Studienrichtungen, aber keiner von ihnen absolvierte eine direkt auf einen Beruf vorbereitende Ausbildung.

Die Verantwortung von Unternehmen rückt in den Vordergrund

In den Interviews wurde der Wunsch deutlich, dass der zukünftige Arbeitgeber einen verantwortungsvollen und bedeutungsvollen Beitrag zur Gesellschaft leisten solle. Die jungen Menschen träumen von einem Arbeitgeber, der die Gesellschaft und sogar globale Werte so gestaltet, dass sie gemeinschaftsorientierter werden als heute. Sie möchten stolz darauf sein, was das Unternehmen, für das sie stehen, leistet. „Ich möchte gemeinsam mit meiner Organisation für dasselbe Ziel kämpfen“, fasste einer der Befragten zusammen.

Die von mir befragten Jugendlichen sind der Ansicht, dass Unternehmen eine enorme Bedeutung als Triebkräfte des globalen Wandels haben. Ihrer Meinung nach sollten Unternehmen Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen. Die Jugendlichen halten die Entwicklung neuer Innovationen, die auf der sozialen Verantwortung des Unternehmens beruhen, für besonders wichtig.

Die Werte und die Mission eines Unternehmens spielen eine große Rolle, wenn diese jungen Menschen sich für einen potenziellen Arbeitgeber entscheiden. Wenn die Werte des Unternehmens nicht mit ihren persönlichen Werten übereinstimmen, fällt es den jungen Menschen schwer, das Unternehmen nach außen zu vertreten. Die Werte dürfen jedoch nicht aufgesetzt und künstlich wirken, sondern das Unternehmen sollte verantwortungsbewusst handeln und einen konkreten Beitrag zum Wohl der Gesellschaft leisten.

Die Unterschiede zwischen den Befragten traten erst zutage, als sie ihre eigene Bereitschaft einschätzen sollten, bei einem Unternehmen zu kündigen, das gegen ihre Werte verstößt. Ich selbst gehöre zu denjenigen, die in einer solchen Situation ernsthaft über eine Kündigung nachdenken würden.

Führung ist wichtig

Eine flexible und offene Führungskultur spricht junge Menschen an. Es überrascht sicherlich nicht, dass junge Menschen hierarchische Organisationsstrukturen scheuen. Die Führungskultur soll menschenorientiert sein, und die Mehrheit der Befragten betonte die Bedeutung eines offenen Vertrauensverhältnisses zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern. Ein transparentes, gleichberechtigtes und motivierendes Arbeitsklima wirkt anregend. Nach Ansicht junger Menschen besteht die Aufgabe einer Führungskraft darin, zu dienen und Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen der Mitarbeiter Raum zur Entfaltung hat. Eine Führungskraft darf ein Kumpel sein. Eine solche Art der Führung schätze ich selbst auch.

Junge Menschen scheuen sich nicht davor, Verantwortung zu übernehmen. Die befragten Jugendlichen schätzen klare Ziele und Vorgaben, deren Erreichung in der eigenen Verantwortung des Mitarbeiters liegt. Vom Vorgesetzten wird bei Bedarf Unterstützung und Anleitung erwartet, während für den Prozess selbst ungestörtes Arbeiten gewünscht wird. Nach Ansicht der Jugendlichen kommt direktes und konstruktives Feedback sowohl dem Vorgesetzten als auch dem Mitarbeiter zugute.

Sinnstiftung motiviert

Den Interviews zufolge motiviert es junge Menschen besonders, dass sie verstehen, warum sie tun, was sie tun. Es ist motivierend, die Bedeutung des eigenen Beitrags im Zusammenhang mit übergeordneten Zielen und der Arbeit anderer zu verstehen. Die Sinnhaftigkeit wurde auch aus gesellschaftlicher Sicht betont: Junge Menschen wollen wissen, wie ihre eigene Arbeit der Welt um sie herum zugutekommt. Die Bedeutungslosigkeit der eigenen Arbeit oder die Unklarheit über deren Bedeutung wurde als demotivierend empfunden.

Aufgrund dieser Interviewrunde kann man den Jugendlichen jedenfalls nicht vorwerfen, hoffnungslos zu sein oder sich vor der Verantwortung zu drücken. Die Befragten strahlten den Wunsch aus, etwas zu bewirken und einen Arbeitsplatz sowie eine Rolle zu finden, in denen dies möglich ist.

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