Das Vertrauen in das Bildungssystem sinkt – das Interesse am Unternehmertum steigt
Das Vertrauen der Finnen in die Gesellschaft stützt sich auf die Polizei, das Bildungswesen und das Gesundheitswesen. Die Position dieser drei Bereiche ist von Jahr zu Jahr unerschütterlich, wie die aktuelle Studie „Kansan arvot“ (Werte der Bevölkerung) zeigt. Das Vertrauen in das Bildungssystem ist jedoch im Laufe des Jahres von diesen dreien am stärksten gesunken. Auch andere gesellschaftliche Institutionen, insbesondere politische Akteure, haben durchweg an Vertrauen bei den Bürgern verloren. „Die hitzige Debatte über Bildungsreformen und -kürzungen spiegelt sich in den Ergebnissen wider. Immer mehr Bürger sind besorgt über die Auswirkungen der Kürzungen im Bildungsbereich“, sagt Reeta Sutinen, Forschungsleiterin bei T-Media.
DIE SORGE UM DIE UMWELT HAT ZUGENOMMEN
Die Debatte über den Klimawandel hat die Werte der Bevölkerung beeinflusst. Umweltfragen bereiten den Bürgern so große Sorgen wie nie zuvor: Die Bedeutung des Umweltschutzes hat den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen erreicht und steht nun auf einer Stufe mit anderen gesellschaftlichen Werten wie der Sicherheit. Den eigenen Lebensstandard sind die Menschen jedoch nicht bereit aufzugeben.
Das Glücksniveau ist rückläufig
Die Mehrheit der Bürger empfindet sich als glücklich, doch im Vergleich zum Stand von 2013 ist ein Rückgang um 6 Prozentpunkte zu verzeichnen. „Die Realität des Glücks sieht also anders aus, als es internationale Indikatoren für Finnland zeigen. Das Glücksniveau aller außer der Rentner ist seit 2013 gesunken“, fährt Reeta Sutinen fort.
Das Unternehmertum liegt immer mehr in den Händen der Jugend
Die Finnen erkennen den Wert von Unternehmen für die Gesellschaft an und sehen diese als verantwortungsbewusster an als früher. Allerdings interessieren sich immer weniger Menschen für die Gründung eines eigenen Unternehmens. Die Kluft zwischen den Generationen wird größer. „Die Bereitschaft junger Menschen, ein Unternehmen zu gründen, ist innerhalb eines Jahres um fünf Prozentpunkte gestiegen; mittlerweile sind 45 % der Jugendlichen an einer Unternehmensgründung interessiert. Unternehmerische Ambitionen und das Streben nach Erfolg scheinen derzeit stärker als zuvor auf der Begeisterung der Jugendlichen zu beruhen“, stellt Kari Väisänen, Geschäftsführer des Wirtschaftsinformationsdienstes TAT, fest.
An der Umfrage „Werte der Bevölkerung 2018“ nahmen insgesamt 1318 Finnen teil. Die Datenerhebung erfolgte mittels eines elektronischen Fragebogens im Zeitraum vom 23.10. bis zum 9.11.2018. Die Zielgruppe der Umfrage sind Finnen im Alter von 15 bis 74 Jahren aus dem gesamten Staatsgebiet (mit Ausnahme der Ålandinseln). Die Stichprobe wurde nach Geschlecht, Alter und Wohnort gewichtet, um die Zielgruppe repräsentativ abzubilden. Die Umfrage wurde in Zusammenarbeit zwischen dem Wirtschaftsinformationsbüro TAT und T-Media Oy durchgeführt.
Studienbericht „Werte der Bevölkerung 2018“, wichtigste Ergebnisse (PDF, 3.027 KB)
WEITERE INFORMATIONEN:
Wirtschaftsinformationsagentur TAT
Geschäftsführer Kari Väisänen
Tel. 0400 138 767, kari.vaisanen@tat.fi
T-Media
Forschungsleiterin Reeta Sutinen
Tel. 040 511 9936, reeta.sutinen@reptrust-staging.fi-p.seravo.com
Geschäftsführer Harri Leinikka
Tel. 040 505 5001, harri.leinikka@reptrust-staging.fi-p.seravo.com
