Antti Vasara, Geschäftsführer von VTT: „Ein guter Ruf ist das Ergebnis guter Arbeit“
Antti Vasara, Geschäftsführer von VTT, hält es für wichtig, allen wichtigen Interessengruppen aufmerksam zuzuhören.
„Der Ruf entsteht jeden Tag, in jedem Augenblick. Man könnte es etwas klischeehaft ausdrücken und sagen, dass sich ein Ruf über Jahre hinweg aufbaut und dann in einem einzigen Moment verloren gehen kann“, sagt Antti Vasara, Geschäftsführer von VTT. Laut Vasara ist es beim Reputationsmanagement entscheidend, dafür zu sorgen, dass die Organisation das Vertrauen ihrer Stakeholder gewinnt.
Um Vertrauen zu schaffen, muss das Unternehmen seine Kundenversprechen jeden Tag einlösen.
„Das VTT ist zum Beispiel ein Unternehmen, das sich durch Fachkompetenz auszeichnet. Wir müssen beweisen, dass wir tatsächlich über das nötige Fachwissen verfügen, dass wir das, was wir versprechen, auch umsetzen können – und sogar noch ein bisschen mehr. Es ist außerdem unglaublich wichtig, bereit zu sein, die Dinge zu korrigieren, die unserem Ruf schaden.“
Vasara betont, dass sich der Ruf eines Unternehmens nicht künstlich und schon gar nicht losgelöst von der übrigen Geschäftstätigkeit aufbauen lässt. „Eine auf Social-Media-Influencer typische Konzentration auf den eigenen Ruf wirkt unecht. Der Fokus muss auf dem Kerngeschäft liegen, und der Ruf ergibt sich aus guter Arbeit.“
Die Corona-Krise als Fitnesstest für die Organisation
In der Coronakrise hat sich für viele Unternehmen, darunter auch VTT, gezeigt, wie stark sich die Qualität der Arbeit auf den Ruf auswirkt. VTT hat sich gleich zu Beginn der Krise drei Ziele gesetzt: die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen und die Ausbreitung des Virus zu verhindern, die Arbeit fortzusetzen und die mit den Kunden vereinbarten Vereinbarungen einzuhalten sowie die Entwicklung voranzutreiben – um gestärkt und als bessere Organisation aus der Krise hervorzugehen.
„Die Mitarbeiter von VTT haben sowohl für ihre Gesundheit als auch für die Aufrechterhaltung des Betriebs großartige Verantwortung übernommen. Wir haben von unseren Kunden Lob dafür erhalten, wie gut wir unsere Verpflichtungen eingehalten haben. Meiner Meinung nach ist es ein Zeichen für eine gesunde Organisation, dass wir in schwierigen Situationen flexibel reagieren können.“
Der Ruf steht bei jedem Mitarbeiter ganz oben auf der Tagesordnung
Die Coronakrise hat auch deutlich gemacht, wie wichtig die eigenen Mitarbeiter als Interessengruppe für ein Unternehmen sind.
Beim Management des Rufs ist darauf zu achten, dass das gesamte Personal über dieses Thema informiert wird. Jeder Mitarbeiter muss verstehen, worum es geht, wenn vom Ruf der Organisation die Rede ist.
„Wir haben uns bemüht, die Ergebnisse der Reputationsstudie ganz offen für alle zugänglich zu machen. Ich halte es für äußerst wichtig, dass wir offen sind und darüber berichten, wie wir wahrgenommen werden, denn das gibt uns die Möglichkeit, uns ständig zu verbessern.“
„Natürlich muss der Ruf ganz oben auf der Agenda der obersten Führungsebene und des Vorstands stehen, aber genauso muss sich jeder einzelne VTT-Mitarbeiter überlegen, wie er den Ruf positiv beeinflussen kann.“
Vasara erinnert noch einmal daran, dass zwar alle Mitglieder der Organisation täglich daran arbeiten, den guten Ruf zu wahren, aber nicht jeder Tag rosig ist.
„Selbst die besten Organisationen machen manchmal Fehler. Dann ist es wichtig, dass man sich sofort traut, die Hand zu heben, um den Fehler zuzugeben, sich daran macht, das Problem zu beheben, und natürlich auch offen kommuniziert, wie man es beheben will. Es macht immer Spaß, sich in einem guten Ruf zu sonnen, aber in diesen schlechten Momenten und bei der Bewältigung dieser Krisen wird der Ruf wirklich auf die Probe gestellt.“
Der Ruf muss bei allen wichtigen Interessengruppen im Auge behalten werden
Als staatliches Unternehmen unterhält VTT aufgrund seiner Rolle umfangreiche, vielfältige Beziehungen zur Gesellschaft. Sowohl die Unterstützung der breiten Öffentlichkeit und der Medien als auch die von Entscheidungsträgern und Unternehmen sind wichtig. Um die Unterstützung der breiten Öffentlichkeit zu gewinnen, muss kommuniziert werden, was VTT tut, und dafür ist die Unterstützung der Medien erforderlich.
„Wir müssen viele Aspekte im Auge behalten, und alle sind wichtig. Wir müssen mit allen zurechtkommen.“
Andererseits muss auch das Vertrauen der Unternehmen in VTT beobachtet werden. „Wir helfen Unternehmen und der Wirtschaft dabei, sich mithilfe von Forschung zu behaupten und sich dadurch weiterzuentwickeln. Wir hören sehr genau darauf, wie die Unternehmen uns wahrnehmen.“
[button url="/akademie/" size="btn-md" style="btn-primary" target=""]Weitere Folgen der Akademie ansehen[/button][button url="/vertrauen-ruf/" size="btn-md" style="btn-secondary" target=""] Reputation&Trust kennenlernen[/button]
Text: Anu Räsänen
Produktion der Videos: Vesa Koivunen, Harri Leinikka, Tuuli Pohjola und Riku Ruokolahti.
