IKEA ist das renommierteste Unternehmen in Schweden, Tesla muss den größten Rückschlag hinnehmen

 

IKEA ist nach wie vor das renommierteste Unternehmen in Schweden. Das chinesische Bekleidungsunternehmen Shein liegt auf dem letzten Platz. Dies geht aus der neuesten Studie von Reputation and Trust Analytics hervor, die Aufschluss darüber gibt, wie die Schweden die Reputation von Unternehmen bewerten. Tesla hat am stärksten an Boden verloren, gefolgt von Spotify, das im vergangenen Jahr noch auf Platz zwei lag und nun den geteilten siebten Platz einnimmt. Ganz unten mit der schlechtesten Reputation befindet sich ein Neuling – das Bauunternehmen SBB.

Der durchschnittliche Reputationswert ist in diesem Jahr gesunken, was wahrscheinlich mit der allgemeinen weltweiten Lage zusammenhängt.

– Dies liegt zum einen an einer pessimistischeren Sichtweise auf das Ganze und zum anderen daran, dass Unternehmen mehr leisten müssen, damit wir ihnen vertrauen. Die Umfrage wird nun bereits im fünften Jahr in Folge durchgeführt, und der Trend ist eindeutig. Die Menschen suchen eher nach Sicherheit und Transparenz als nach Wagemut und Innovation. Dies spiegelt sich in den Unternehmen wider, die es an die Spitze der Liste schaffen. Die Reputation wird für den langfristigen Erfolg von Unternehmen immer wichtiger, sagt Helene Foxberg, Senior Advisor bei Reputation and Trust Analytics.

 

Von Konflikten betroffen

 

Der Ruf von IKEA hat sich im Jahr 2023 leicht verschlechtert, ist aber in Schweden nach wie vor mit Abstand am stärksten. Der Ruf von Spotify ist deutlich gesunken und landet auf einem geteilten siebten Platz, doch Tesla musste den größten Rückgang hinnehmen.

 

 

– Als 2019 die erste Umfrage in Schweden durchgeführt wurde, genoss Tesla einen guten Ruf. Im vergangenen Jahr belegte das Unternehmen den sechsten Platz unter den renommiertesten Unternehmen Schwedens. Im Zuge des Vertragsstreits und des nachlassenden Vertrauens in Elon Musk ist die Bewertung des Unternehmens jedoch stark gesunken, sodass es nun auf der Liste der Unternehmen mit dem schlechtesten Ruf steht, sagt Ingrid Landahl, Gründerin von Comma, einem Expertenunternehmen für Krisenmanagement und Unternehmenskommunikation.

Die Top- und Bottom-Listen basieren darauf, welche Unternehmen den Befragten spontan in den Sinn kommen, wenn sie gefragt werden, welche in Schweden tätigen Unternehmen einen guten oder schlechten Ruf haben. Anschließend werden die Befragten gefragt, ob sie in Betracht ziehen würden, sich bei dem jeweiligen Unternehmen zu bewerben, in dieses zu investieren oder dessen Produkte und Dienstleistungen zu kaufen. Auf diese Weise lässt sich der Zusammenhang zwischen dem Ruf, dem Verhalten der Stakeholder und der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens messen.

Verantwortungsbewusstsein ist der Aspekt der Reputation, der den größten Einfluss auf das Verhalten der schwedischen Öffentlichkeit hat.

– Die jährliche Umfrage zeigt, dass Nachhaltigkeit für die schwedische Öffentlichkeit weiter an Bedeutung gewinnt. Unternehmen müssen ihre Nachhaltigkeitsarbeit noch besser kommunizieren und dabei das richtige Gleichgewicht finden, damit ihnen kein „Greenwashing“ vorgeworfen wird, so Landahl.

Auf der Top-Liste stehen drei Unternehmen aus dem Nicht-Konsumgütersektor: ABB, Scania und der Neuzugang SKF.

– Es liegt auf der Hand, dass wir stolz auf unsere Industrieunternehmen in Schweden sind, da sie in der Umfrage spontan genannt werden und gute Bewertungen erhalten. Das zeigt auch, dass man eine starke Beziehung zu einem Unternehmen aufbauen kann, dem man als Verbraucher im Alltag nicht begegnet. Diese Beziehung basiert dann eher auf dem, was man über das Unternehmen liest und hört, sagt Landahl.

 

SBB ist der Neuling am Tabellenende

Unter den zehn am schlechtesten platzierten Unternehmen befinden sich drei Neulinge: Die SBB belegt nach finanziellen Schwierigkeiten und Medienaufmerksamkeit Platz 28 auf der Negativliste; Lundin Energy ist trotz einer Neuausrichtung auf erneuerbare Energien und einer Umfirmierung in Orrön Energy AB erneut auf der Negativliste vertreten, was zeigt, dass diese Information die Öffentlichkeit noch nicht erreicht hat.

Auch H&M ist auf der Liste der Schlusslichter gelandet, obwohl der Ruf des Unternehmens eher mittelmäßig ist.

Ganz unten steht das chinesische Modeunternehmen Shein, und direkt darüber liegt PostNord, das seit 2019 in etwa auf dem gleichen Niveau geblieben ist.

– Ein schlechter Ruf wirkt sich auf Faktoren wie den Umsatz, die Fähigkeit, Mitarbeiter zu gewinnen, und die Anziehungskraft auf Investoren aus. Er macht es für ein Unternehmen schlichtweg schwieriger und teurer, seine Geschäftstätigkeit auszuüben, sagt Helene Foxberg.

 

Methodik

Reputation and Trust Analytics nutzt eine datengestützte Methodik, um die Reputation von Unternehmen zu erfassen und zu analysieren, wie sich diese auf das Verhalten der Stakeholder auswirkt. Die Analyse der Unternehmen auf dem schwedischen Markt ist die vierte in dieser Reihe und basiert auf 3.509 Schweden, die spontan ausgewählt haben, welche Unternehmen ihrer Meinung nach eine hohe oder niedrige Reputation haben. Anhand von 7.928 ausgefüllten Fragebögen bewerteten die Befragten die Reputation anschließend in acht Dimensionen, darunter Führung, Innovation und Verantwortung. Anschließend wurden sie gefragt, inwieweit sie bereit sind, das Unternehmen zu unterstützen, beispielsweise durch den Kauf von Produkten und Dienstleistungen, durch Investitionen oder durch die Suche nach einer Arbeitsstelle. Damit wird ein messbarer Zusammenhang zwischen dem Ruf und der Fähigkeit, auf dem Markt zu agieren, hergestellt.

 

Kontakt:

Helene Foxberg, Senior Advisor, Reputation and Trust Analytics
+46 73 556 6926
helene.foxberg@reputationandtrust.com

 

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