Reputation&Trust in der öffentlichen Verwaltung: anseende beginnt mit einer aktiven Führung
anseende auf der Grundlage eines unbegründeten öffentlichen Images ist im Zeitalter der sozialen Medien undenkbar. Eine solide Grundlage für den Ruf wird durch die Führung der Organisation geschaffen, in der aktive Entscheidungen, Reformbereitschaft und Mut zur Kommunikation zusammenkommen.
Über diese Themen sprachen unter anderem Carl Haglund, Geschäftsführer bei Accenture, Ritva Viljanen, Bürgermeisterin von Vantaa, und Pekka Sauri, Professor für Arbeitsweltfragen an der Universität Helsinki, Reputation&Trust von T-Media zum Thema öffentliche Verwaltung.
Harri Leinikka, Geschäftsführer von T-Media, und Sari Maunula, Forschungsleiterin, eröffneten die Veranstaltung mit der Vorstellung der Ergebnisse einer Reputationsstudie zu Organisationen der öffentlichen Verwaltung.
Anhand der Wirkungsanalyse der Studie erläuterten sie, warum der Ruf für eine Organisation so wichtig ist: Er steht in engem Zusammenhang mit der Unterstützung durch die Interessengruppen.
„Wie Tomi Korhonen, Kommunikationsleiter bei Business Finland, Reputation&Trust feststellt: Die Reputationsarbeit ist nicht das alleinige Vorrecht der Kommunikationsabteilung. Sie ist eine Aufgabe der gesamten Geschäftsleitung. Aktive Entscheidungen und Reformen der Geschäftsleitung in Verbindung mit einer gut geführten Kommunikation sind eine erfolgreiche Kombination“, erklärte Leinikka.
Carl Haglund ging in seinem Beitrag der Frage nach, warum Organisationen gerade in den Bereichen Innovationsfähigkeit und Führung eine schlechtere Bewertung erhielten als Unternehmen.
„Unternehmen müssen sich erneuern, denn sonst bleiben sie hinter ihren Konkurrenten zurück. Unternehmen sind zudem stärker als der öffentliche Sektor daran gewöhnt, ihre Führungskräfte in den Vordergrund zu rücken, damit diese über Erfolge berichten“, fasst Haglund zusammen.
Haglund wies zudem darauf hin, dass ein erfolgreiches öffentliches Image stets auf konkreten Taten beruht.
Ritva Viljanen griff in ihrem Beitrag dasselbe Thema auf. Sie forderte von der öffentlichen Verwaltung radikale Transparenz.
„Die Legitimität der öffentlichen Verwaltung setzt Vertrauen voraus. Wenn wir dieses Vertrauen verlieren, verlieren wir alles. Transparenz zwingt uns dazu, fair und angemessen zu handeln“, sagt Viljanen.
Viljanen stellte fest, dass man heutzutage die Dimensionen der digitalen und sozialen Medien nicht außer Acht lassen darf. Die Kommunikation muss nicht nur offen, sondern auch zügig sein.
Pekka Sauri fuhr fort, dass Kommunikationsmittel wie Smartphones die Welt für eine Interaktion geöffnet haben, die multilateral, bidirektional und in Echtzeit stattfindet.
„Wenn du dich nicht an der Diskussion über deine Organisation beteiligst, findet diese ohne dich statt. Das kann sich keine Organisation mehr leisten“, sagt Sauri.
Laut Saur sollte spätestens jetzt klar sein, dass Kommunikation keine unterstützende Funktion ist. Sie ist im Kern eine strategische Tätigkeit, die eng mit dem eigentlichen Geschäftsfeld der Organisation verbunden ist.
Sauri forderte außerdem dazu auf, die Sorge zu vergessen, dass die Mitarbeiter in den sozialen Medien zu sehr aus dem Ruder laufen könnten.
„Wenn du jemandem so sehr vertraust, dass du ihn einstellst, kannst du auch darauf vertrauen, dass er die Kommunikation deiner Organisation verantwortungsbewusst gestaltet.“
Auch Leo Stranius rief zu Mut und Vertrauen auf.
Stranius fasste zusammen, dass sich das Geschäftsumfeld verändert, die Erwartungen der Interessengruppen steigen und der Horizont der Nachhaltigkeit immer weiter in die Ferne rückt. Aus diesem Grund ist die Arbeit im Bereich der Nachhaltigkeit für jede Organisation von besonderer Bedeutung.
Man muss aber nicht alles sofort können. Irgendwo muss man ja anfangen, und man sollte keine Angst vor Fehlschlägen haben.
„Die einzigen Menschen, die niemals scheitern, sind diejenigen, die niemals etwas versuchen“, erinnert Stranius.
Weitere Informationen:
Harri Leinikka,Geschäftsführer
harri.leinikka@reptrust-staging.fi-p.seravo.com, 040 505 5001
Sari Maunula, Forschungsleiterin
sari.maunula@reptrust-staging.fi-p.seravo.com, 050 409 1543
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Text: Anu Räsänen
Videos: Vesa Koivunen
