[:fi]Harri Leinikka[:]

Die öffentliche Verwaltung muss ihre Reformfähigkeit und ihr Führungshandeln verbessern

 

Eine von T-Media durchgeführte Reputationsstudie im öffentlichen Sektor zeigt, dass es deutliche Unterschiede im Ansehen von Organisationen der öffentlichen Verwaltung und Unternehmen gibt. Unternehmen haben insbesondere bei der Wahrnehmung in Bezug auf Innovationsfähigkeit und Führung die Nase vorn.

Zum ersten Mal wurde das Ansehen der öffentlichen Verwaltung untersucht. Im Rahmen der Studie bewerteten 4.465 Finnen das Ansehen von 51 Organisationen. Die Ergebnisse wurden mit denen einer ähnlich durchgeführten Studie verglichen, die sich auf Unternehmen bezog.

Die Reputation der Organisationen wurde anhand der acht Teilbereiche Reputation&Trust untersucht. Die Untersuchung umfasste die Transparenz der Unternehmensführung, die finanzielle Lage, das Management, die Innovationsfähigkeit, die Interaktion mit den Interessengruppen, die Servicequalität, die Arbeitgeberqualitäten und die Nachhaltigkeit.

Die besten Bewertungen erhielten die Organisationen der öffentlichen Verwaltung von den Bürgern im Bereich Wirtschaft. An zweiter Stelle standen die Bewertungen für die Arbeitgeberqualitäten und an dritter Stelle die für die Verantwortlichkeit – dies war zugleich der einzige Bereich der Reputation, in dem die Organisationen der öffentlichen Verwaltung die Unternehmen übertrafen.

„Für eine demokratische Gesellschaft ist es interessant und wichtig zu verstehen, wie die Bürger die Arbeit öffentlich finanzierter Organisationen und deren Qualität wahrnehmen. Schließlich finanzieren die Steuerzahler die gesamte Tätigkeit des öffentlichen Sektors“, erklärt Riku Ruokolahti, Entwicklungsleiter bei T-Media, den Hintergrund der Studie.

Der größte Unterschied in Bezug auf Innovationsfähigkeit und Führung

Die Bürger bewerten die Innovationsfähigkeit als den schwächsten Bereich der Organisationen der öffentlichen Verwaltung. Die öffentliche Verwaltung erhielt auf einer Skala von eins bis fünf die Note 3,01, während die entsprechende Note für Unternehmen bei 3,43 lag. Der Unterschied zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor war in der Kategorie „Innovationsfähigkeit“ der deutlichste aller acht Reputationsdimensionen.

Abbildung: Reputationsdimensionen der öffentlichen Verwaltung und der Unternehmen, Gesamtbewertungen 2018

„Die Image-Kluft ist offensichtlich, doch es gibt auch erfreuliche Ausnahmen. Ein Beispiel hierfür ist die Notrufzentrale, über die in letzter Zeit auch in den Medien berichtet wurde und die hinsichtlich ihrer Innovationsfähigkeit deutlich über dem Durchschnitt der Unternehmen liegt. Dazu trägt unter anderem die innovative 112-App bei, die bereits 1,4 Millionen Mal heruntergeladen wurde“, sagt Harri Leinikka, Geschäftsführer von T-Media.

An zweiter Stelle der Kritikpunkte, die den Organisationen der öffentlichen Verwaltung gemacht werden, steht das Management. Die Bürger empfinden Unternehmen als deutlich besser geführt, auch wenn die mit Unternehmen verbundenen Vorstellungen vom Management ebenfalls keine besonders guten Bewertungen erzielen.

„Das Ergebnis für die öffentliche Verwaltung spiegelt die tatsächlichen Erfahrungen der Befragten im Arbeitsleben wider, was zeigt, dass es im Bereich der Führung tatsächlich viel zu verbessern gibt. Andererseits stehen die Führungskräfte zahlreicher staatlicher Behörden und Einrichtungen in der Medienpräsenz hinter den Unternehmenschefs zurück, was den Unterschied in der Bewertung teilweise erklärt. Die Bevölkerung schätzt einen persönlichen Führungsstil“, urteilt Riku Ruokolahti.

Weitere Informationen:

Riku Ruokolahti, Leiter der Entwicklungsabteilung, riku.ruokolahti( a) t-media.fi, 0400 512 200
Harri Leinikka, Geschäftsführer, harri.leinikka(a)t-media.fi, 040 505 5001

Die Datenerhebung für die Studie erfolgte mittels eines elektronischen Fragebogens im Zeitraum vom 1.10. bis zum 22.10.2018. An der Studie nahmen 4.465 Finnen teil, die insgesamt 10.593 Bewertungen zu Organisationen abgaben. Bewertet wurden 51 Organisationen der staatlichen Verwaltung. Die Ergebnisse wurden mit einer umfassenden Unternehmensreputationsstudie verglichen, an der im Sommer 2018 insgesamt 6.612 Finnen teilnahmen.

In beiden Studien bildeten 15- bis 65-jährige Finnen landesweit (mit Ausnahme der Ålandinseln) die Zielgruppe. Die Stichproben wurden nach Geschlecht, Alter und Wohnort gewichtet, um die Bevölkerung repräsentativ abzubilden. Die statistische Fehlermarge der dimensionsspezifischen Reputationswerte beträgt maximal 0,02 Einheiten in jede Richtung.

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