Das Geschlecht hat einen starken Einfluss auf die Berufswahl junger Menschen

Dieser Beitrag ist derzeit auf Finnisch verfügbar. Den Originalbeitrag finden Sie hier.Das Geschlecht hat einen starken Einfluss auf das Interesse junger Menschen an verschiedenen Berufsfeldern. Dies geht aus der von T-Media durchgeführten Studie „Wenn die Schule endet – Zukunftsbericht für Jugendliche 2017“ hervor, die die Zukunftspläne und Vorstellungen junger Menschen vom Arbeitsleben beleuchtet.

Die Vorstellungen von Jugendlichen im Sekundar- und Oberstufenalter hinsichtlich der attraktivsten Branchen sind sehr traditionell. Mädchen interessieren sich am meisten für den Gesundheitssektor, Jungen hingegen für die Technologiebranche.

Traditionelle Einstellungen spiegeln sich auch in den Vorstellungen über die Fähigkeiten der Geschlechter wider: So halten beispielsweise 51 Prozent der Schüler der Sekundarstufe I Mädchen in der Muttersprache für besser als Jungen, während dieser Anteil bei den Jungen nur 4 Prozent beträgt. Zudem werden Mädchen in kreativen Fächern sowie in Sprachen als besser angesehen, Jungen hingegen in Sport, Naturwissenschaften, Geschichte und Mathematik. Was die Eigenschaften betrifft, so verbinden 49 Prozent der Schüler der Sekundarstufe I Selbstbewusstsein mit Jungen, bei Mädchen sind es nur 7 Prozent.

Junge Menschen verlassen sich bei den wichtigsten Entscheidungen ihres Lebens immer mehr auf ihre Eltern

Schüler der Sekundarstufe stützen sich bei ihren Entscheidungen für die Zukunft immer stärker auf ihre Eltern, Verwandten und Freunde. Die Bedeutung des engsten Umfelds als Informationsquelle hat in den letzten zwei Jahren deutlich zugenommen, und zwar um insgesamt 6 Prozentpunkte.

76 Prozent der Schüler der Mittelstufe und 78 Prozent der Gymnasiasten geben an, dass sie die beruflichen Leistungen ihrer Eltern schätzen. Es scheint, dass die konkreten Taten und Entscheidungen der Eltern im Berufsleben die Jugendlichen deutlich stärker beeinflussen als abstrakte Diskussionen über die Berufswahl.

– Die Unterstützung durch Verwandte und Freunde bei Entscheidungen ist für junge Menschen wertvoll, doch beispielsweise können die Vorstellungen der Eltern vom Arbeitsleben veraltet sein, sodass sie eher schaden als nützen. Junge Menschen brauchen Ermutigung und Vorbilder aus dem wirklichen Leben, um den Mut zu haben, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, erinnert Liisa Tenhunen-Ruotsalainen, Leiterin des Wirtschaftsinformationsbüros TAT.

Hilfe bei der Suche nach dem eigenen Weg schon für Sechstklässler

Nur 30 Prozent der Mädchen und 41 Prozent der Jungen in der Sekundarstufe II haben das Gefühl, während dieser Zeit ausreichend Beratung bei der Berufswahl erhalten zu haben. Der Bedarf an Beratung ist bei Achtklässlern besonders ausgeprägt: Während die Hälfte aller Schüler der Sekundarstufe II sich mehr Informationen zum Arbeitsleben wünscht, liegt dieser Anteil bei den Achtklässlern bei 61 Prozent.

– Die Jugendlichen haben das Gefühl, während der Grundschule ausreichend Informationen über die weiterführende Ausbildung und die Bewerbung dafür zu erhalten, da sie sozusagen von Schule zu Schule begleitet werden. Gleichzeitig ist es jedoch besorgniserregend, dass Beispiele aus dem Arbeitsleben nur spärlich vorhanden sind. Neben den Studienberatern ist es wichtig, dass das gesamte Lehrerkollegium an der Beratung der Jugendlichen mitwirkt, ermutigt Tenhunen-Ruotsalainen.

Bei den Gymnasiasten zeigt sich der Bedarf an Beratung in dem Interesse, nach dem Schulabschluss ein Auszeitjahr einzulegen. Bis zu 29 Prozent der Gymnasiasten gehen davon aus, dass sie nach dem Schulabschluss ein Auszeitjahr einlegen werden. Insbesondere Gymnasiastinnen planen, sich nicht für ein weiterführendes Studium zu bewerben; 38 Prozent von ihnen interessieren sich für ein Auszeitjahr.

– Es scheint, als würde die Entscheidung für ein weiterführendes Studium durch die Wahl eines Auszeitjahres hinausgezögert. Dies kann verschiedene Gründe haben, beispielsweise die Erschöpfung durch das Gymnasium oder taktisches Verhalten im Zusammenhang mit den Quoten für Erstbewerber, bei dem sich junge Menschen einen interessanten Studienplatz zum Ziel setzen und vermeiden, bei zweitklassigen Optionen zu landen, stellt Tenhunen-Ruotsalainen fest.

– Für die weitere Entwicklung junger Menschen ist es entscheidend, dass sich ihr eigener Weg und die nächsten Meilensteine so früh wie möglich abzeichnen. Deshalb sind in der Oberstufe mehr Informationen und Erfahrungen aus dem Berufsleben erforderlich.

Die Datenerhebung für die Studie „Wenn die Schule endet“ fand Ende Februar/Anfang März 2017 statt. Insgesamt beantworteten über 7.700 Jugendliche die Fragen, davon 3.765 Schüler der Sekundarstufe I und 3.946 Schüler der Sekundarstufe II. Die Studie wurde im Auftrag von TAT vom Forschungs- und Kommunikationsunternehmen T-Media Oy durchgeführt.

Weiterlesen: www.kunkoululoppuu.fi/tutkimus


Kontakt

Leiterin Liisa Tenhunen-Ruotsalainen
Wirtschaftsinformationsbüro TAT
Tel. 040 545 2198
liisa.tenhunen-ruotsalainen(a)tat.fi

Forschungsleiterin Reeta Sutinen
T-Media Oy
Tel. 040 511 9936
reeta.sutinen(a)t-media.fi

Branchenspezifische Ergebnisse und Umfrage zur Attraktivität von Hochschulen:

Produktionsleiter Vesa Vilenius
T-Media Oy
Tel. 050 560 8488
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Das Wirtschaftsinformationsbüro TAT ist eine Kommunikationsagentur, die als Brücke zwischen Unternehmen und den Fachkräften der Zukunft fungiert. Zu TAT gehören auch „Yrityskylä“ und das Projekt „Die jungen Generationen der Wirtschaft“.

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