Mikko Helander, Geschäftsführer von Kesko: „Ein guter Ruf wird auch in Zukunft eine positive geschäftliche Entwicklung fördern“

Mikko Helander, Geschäftsführer von Kesko, teilte T-Media seine Gedanken zum Reputationsmanagement in einem börsennotierten Unternehmen mit. Die Reputationsarbeit wird bei Kesko als Teil der Strategieumsetzung betrieben; Vertrauen und Reputation werden bei verschiedenen Interessengruppen systematisch gemessen und bis hin zum Vorstand von Kesko berichtet.

„Man kann mit Fug und Recht sagen, dass die Bedeutung des Rufs heutzutage noch stärker im Vordergrund steht, und ich glaube, dass dies auch in Zukunft noch mehr der Fall sein wird“, stellt Mikko Helander fest.

Nach Helanders Ansicht ist der Ruf die Grundlage für ein gut funktionierendes Geschäft. Deshalb achtet jedes erfolgreiche und verantwortungsbewusste Unternehmen auf seinen Ruf und arbeitet daran, ihn zu verbessern.

„In vielen Fällen ist dies eine Voraussetzung dafür, dass man überhaupt auf dem Markt bestehen, bestehende Kunden erfolgreich bedienen und neue Kunden gewinnen kann.“

 


 


 

Helander ist der Ansicht, dass Verantwortung und ein guter Ruf heutzutage eng miteinander verbunden sind: Durch verantwortungsbewusstes Handeln lässt sich ein guter Ruf aufbauen.

„Verantwortungsbewusstsein und Ansehen sind heutzutage in vielerlei Hinsicht ein und dasselbe. Wenn man von Verantwortungsbewusstsein spricht, umfasst dies heutzutage eigentlich alle Aktivitäten und Belange eines Unternehmens. Ich glaube nicht, dass man ohne Verantwortungsbewusstsein ein Ansehen aufbauen könnte, das auf einem soliden Fundament ruht.“

Das Engagement der K-Gruppe im Bereich der Nachhaltigkeit spiegelt sich im ESG-Index von T-Media wider, der umfassend die Wahrnehmung der Umwelt- und Gesellschaftsverantwortung sowie der sozialen Verantwortung von Organisationen erfasst. „Ein echter Durchbruch bei den ESG-Wahrnehmungen der K-Gruppe erfolgte nach 2018, als sich die Meinung der Bürger über das allgemeine ESG-Leistungsniveau von Unternehmen verschlechterte, die K-Gruppe hingegen ihre ESG-Wahrnehmung auf ein Rekordniveau steigerte“, erklärt Harri Leinikka, Geschäftsführer von T-Media.

Mithilfe des ESG-Indikators von T-Media kann ein Unternehmen seine ESG-Maßnahmen optimal entwickeln und ausrichten sowie die Entwicklung im Vergleich zum allgemeinen Index, zur eigenen Branche und zu Wettbewerbern verfolgen. In der Grafik stellt die schwarze Linie den ESG-Index der Unternehmen in Finnland für die Jahre 2013–2021 dar, während die farbige Linie die Entwicklung der ESG-Wahrnehmung der K-Gruppe zeigt.

 

Reputationsarbeit beginnt mit der Strategie

Laut Helander ist das Ansehen innerhalb der K-Gruppe ein wichtiger Faktor, für den im Rahmen der Strategieumsetzung systematisch gearbeitet wird.

„Ich bin der Ansicht, dass auch diese Arbeit bei der Strategie ansetzen muss. Wenn ein Unternehmen über eine gut funktionierende Strategie und die richtigen strategischen Entscheidungen verfügt, die im Unternehmen konsequent umgesetzt werden, führt dies zu wirtschaftlichem Erfolg, zu besseren Ergebnissen und schafft gute Voraussetzungen für erfolgreiche Maßnahmen zur Stärkung des Rufs. Ein sich verbessernder Ruf unterstützt unsere positive wirtschaftliche Entwicklung auch in Zukunft“, erklärt Helander.

Helander nennt als strategische Entscheidungen von Kesko die Fokussierung, das Wachstum, das Auftreten als einheitliches „K“ sowie die Konzentration auf Verantwortung, Kundenerlebnis und Digitalisierung. Die konsequente Umsetzung der Strategie von Jahr zu Jahr hat laut Helander zu guten Ergebnissen geführt: steigende Umsätze, eine gestärkte Marktposition und Rentabilität sowie einen deutlichen Anstieg des Aktienwerts.

Ein wichtiger Teil der Arbeit besteht darin, die Entwicklung des Rufs bei den verschiedenen Interessengruppen zu beobachten

Bei Kesko erfolgt die Überwachung von Vertrauen und Reputation auf allen Ebenen des Unternehmens: in den Geschäftsbereichen, den Sparten, den Konzernfunktionen, den Führungsteams der Sparten sowie im Konzernvorstand. Helander berichtet außerdem, dass der Vorstand von Kesko regelmäßig die Entwicklung der Unternehmensreputation erörtert.

„Ein wichtiger Teil der Arbeit besteht darin, dass auf allen Organisationsebenen die Entwicklung des Rufs bei den verschiedenen Interessengruppen umfassend verfolgt wird. Bei dieser Beobachtung ist es sehr wichtig, dass auf allen Organisationsebenen auf der Grundlage der Ergebnisse Schlussfolgerungen zu den Maßnahmen gezogen werden, mit denen der Ruf gestärkt werden kann“, erklärt Helander.

 

Reputation&Trust von T-Media umfasst acht verschiedene Bereiche. Mit diesem Modell lässt sich die Reputation einer Organisation bei verschiedenen Interessengruppen messen und beobachten, beispielsweise bei potenziellen Mitarbeitern, Kunden und Entscheidungsträgern.

 

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Als Beispiel für Interessengruppen nennt Helander die derzeitigen und potenziellen Mitarbeiter des Unternehmens.

„Wenn man über Personal, Arbeitskräfte und Mitarbeiter – sowohl die derzeitigen als auch die zukünftigen – nachdenkt, spielt der Ruf eine zentrale Rolle. Das gilt für alle Interessengruppen. Wenn der Ruf gut ist und sich weiter verbessert, ist die Zusammenarbeit mit allen Interessengruppen immer einfacher. Das gilt auch für die Mitarbeiter.“

„Heutzutage herrscht nicht nur in Finnland, sondern weltweit ein immer härterer Wettbewerb um gute Arbeitskräfte, sodass auch in diesem Bereich der Ruf an Bedeutung gewinnt.“

 


Video: Vesa Koivunen
Text: Tuuli Pohjola

 

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