Nina Elomaa, Leiterin für Nachhaltigkeit bei Fazer: „Der Ruf muss so gepflegt werden, dass er dem Unternehmen einen Mehrwert bringt.“
„Der Ruf ist für Unternehmen von enormer Bedeutung. Der Ruf ist etwas, das man aktiv gestalten muss. Der Ruf ist Kapital“, fasst Nina Elomaa, Leiterin für Unternehmensverantwortung bei Fazer, das Wesen des Rufs zusammen.
Und da ein guter Ruf einen Wert hat, ist es natürlich wichtig zu fragen, wie man diesen Wert steigern kann. Diese Frage dürfte sicherlich die Aktionäre jedes Unternehmens interessieren.
Nina Elomaa, Leiterin für Nachhaltigkeit, Fazer
Erfahrene Expertin für Nachhaltigkeit, Unternehmensverantwortung und Umweltmanagement sowie für Stakeholder-Beziehungen. Akademischer Hintergrund in Energie- und Umweltfragen, langjährige Tätigkeit im Bereich Nachhaltigkeit.
„Vielleicht haben wir uns zu sehr mit dem Thema Ansehen im Zusammenhang mit Risiken oder dem Verlust des Ansehens beschäftigt. Nur selten geht man davon aus, dass man sein Ansehen ausbauen muss – oder dass man sein Ansehen so gestalten könnte, dass es einen Mehrwert schafft. Ich halte es für wichtig, dass wir auch diesen Aspekt vorantreiben“, sagt Elomaa.
Der Ruf des Unternehmens geht jeden einzelnen Mitarbeiter etwas an
Elomaa erinnert daran, dass das Management des Rufs nichts Besonderes ist – genauso wenig wie das Management jeder anderen Angelegenheit.
Das bedeutet in erster Linie, dass man über den Ruf sprechen muss. Die Unternehmensleitung muss verstehen, was der Ruf bedeutet und welche strategische Bedeutung er hat.
Reputationsmanagement beginnt mit dem Engagement der Führungskräfte, doch das allein reicht nicht aus. Es ist notwendig, auf allen Ebenen des Unternehmens Diskussionen über die Reputation anzustoßen und aufrechtzuerhalten.
„Man darf nicht denken, dass der Ruf eine Angelegenheit der Geschäftsleitung, des Vorstands oder der Eigentümer ist, sondern er geht jeden einzelnen Mitarbeiter etwas an. Jeder trägt in jedem Augenblick zu diesem Ruf bei. Die mit dem Ruf verbundenen Aspekte müssen als Teil der operativen Tätigkeit gepflegt werden, sodass dies auch eine Frage der operativen Führung ist.“
Elomaa stellt fest, dass Ansehen natürlich keine Selbstverständlichkeit ist. Damit der Begriff und seine Inhalte greifbar werden, muss Ansehen gemessen werden.
Wenn man den Ruf misst, lässt sich dessen Entwicklung systematisch verfolgen, analysieren – und steuern.
Zeige deinen Reputationsmesser und deine Reputationsergebnisse an
„In Führungsgremien bleibt keine Zeit, stundenlang über Themen zu diskutieren. Dort muss man systematisch verfolgen können, wo wir stehen und wie unser Ruf aussieht, und die Gründe dafür analysieren. Auf diese Weise lassen sich die Dinge sowohl auf strategischer als auch auf operativer Ebene vorantreiben.“
Aber wie lässt sich das Ansehen auf die operative Ebene übertragen und dort als Teil der täglichen Arbeit verankern?
„Eine Möglichkeit ist, die Ergebnisse sichtbar zu machen: Zeigen Sie Ihren Reputationsindex und Ihre Reputationsergebnisse. Präsentieren Sie diese überall: auf der Infotafel, im Info-TV – ganz normal auf den Kanälen, über die auch andere Unternehmensereignisse wie personelle Veränderungen oder Speisekarten bekannt gegeben werden.“
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Text: Anu Räsänen
Produktion der Videos: Vesa Koivunen, Harri Leinikka, Tuuli Pohjola und Riku Ruokolahti
